Bauindex Schweiz für das 1. Quartal 2010:
Anhaltend gute Baukonjunktur

Saisonbereinigt knackt der Bauindex im 1. Quartal 2010 die 130er Marke. Die Baukonjunktur erweist sich damit wider Erwarten als auf hohem Niveau stabil. Weil die Auswirkungen des aussergewöhnlich harten Wintersjedoch nicht in die Berechnung einfliessen, dürfte der Anstieg überzeichnet sein. Der Blick ins Detail verrät Entwicklungen, die immer weiter auseinanderklaffen. Das Wachstum zu neuen Höhen entspringtdem Tiefbau, dessen geschätzter Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um fast 10% ansteigt und der seine dynamische und volatile Entwicklung damit fortsetzt. Im Hochbau sorgt der Wirtschaftsbau wieder für positive Impulse. Nach 2 Jahren rückläufiger Bautätigkeit legt der entsprechende Index um fast 11% zu, vermag den Hochbauindex aufgrund seines geringen Gewichts im Vergleich zum stagnierenden Wohnungsbauaber nicht markant zu beeinflussen. So erfreulich die Entwicklung im Wirtschaftsbauist, erscheint es doch als unwahrscheinlich, dass sie sich angesichts der nur leichten konjunkturellen Erholung fortsetzen wird. Mit der zu erwartenden Abschwächung im Wohnungsbau bleibt der Ausblick für den Hochbau im Jahre 2010 verhalten und die Bauonjunktur wird weiterhin durch den Tiefbau geprägt.

 Bauindex, 1. Quartal 2010

Detaillierte und regionalisierte Kennzahlen sowie umfangreiche Analysen der einzelnen Quartale bietet die SBV-Quartalsstatistik.

Neuer Bauindex von Credit Suisse und SBV

Die Credit Suisse und der SBV haben am 25. November 2009 gemeinsam den Bauindex Schweiz lanciert, der quartalsweise erscheint. Der Indikator basiert unter anderem auf der periodischen Erhebung des SBV bei seinen Mitgliedern.

Aufgrund seiner Grösse und seiner Binnenorientierung gibt der Bausektor wichtige Impulse für die Schweizer Konjunktur und ist zudem ein dominierender Wirtschaftszweig in zahlreichen Kantonen. Mit rund 290'000 Beschäftigten stellt die Branche 30% aller Beschäftigten im zweiten Sektor und trägt über 5% zur Wertschöpfung des Landes bei. Der neue Bauindex Schweiz von Credit Suisse und SBV prognostiziert den Umsatz im Schweizer Bauhauptgewerbe für das laufende Quartal und lässt Trends erkennen. Er wird in Zukunft somit als bedeutender Indikator für die aktuelle Baukonjunktur in der Schweiz dienen.

Verbesserung der Transparenz im Bau

Fehlende, unvollständige oder wenig transparente Daten im Schweizer Baumarkt hatten in der Vergangenheit teilweise weitreichende Konsequenzen für den Immobilienmarkt. Weil entsprechende Indikatoren nicht vorhanden waren, wurden Fehlentwicklungen – beispielsweise im Vorfeld der Immobilienkrise der Neunzigerjahre – oft zu spät erkannt, was zu Fehlallokationen von Investitionen führte. Obwohl sich seither die Informationslage verbessert hat, ist es weiterhin schwierig, aus der Vielfalt von Einzelinformationen und den häufig gegenläufigen Trends der Bausparten ein klares Bild über den Konjunkturverlauf im Baugewerbe zu gewinnen. Zudem liefern die bisher verfügbaren Indikatoren oft widersprüchliche Signale.

Diese Defizite sollen mit Hilfe des neuen Index abgebaut werden. Der Bauindex Schweiz stellt interessierten Kreisen die wichtigsten Informationen über den Konjunkturverlauf in der Baubranche und ihren verschiedenen Sparten auf einen Blick zur Verfügung und erhöht dadurch die Transparenz im Bau. Als gleichlaufender bis leicht vorlaufender Indikator liefert der Index nicht nur sehr zeitnahe Zahlen zum Bauhauptgewerbe, sondern gibt auch Hinweise auf bevorstehende Entwicklungen in diesem Sektor.

Die neusten Bauindex Schweiz

 Bauindex, 1. Quartal 2010

 Bauindex, 4. Quartal 2009

Detaillierte und regionalisierte Kennzahlen sowie umfangreiche Analysen der einzelnen Quartale bietet die SBV-Quartalsstatistik.

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Der Bauindex Schweiz erscheint vierteljährlich. Er kann bei der Credit Suisse unentgeltlich abonniert werden.