Der Dialog soll den Unternehmen helfen, den Verfassungsauftrag "gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit" umzusetzen und sie dazu motivieren, ihre Löhne freiwillig zu überprüfen.
Der Dialog beruht auf freiwilliger Basis und besteht darin, dass Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitenden zusammen mit einer Arbeitnehmervertretung einen Einzelvereinbarung abschliessen, worin sie sich verpflichten, eine Lohnanalyse durchzuführen und allfällige diskriminierende Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern mit einem geeigneten Massnahmeplan innerhalb von höchstens vier Jahren zu eliminieren.
Die Teilnahme am Lohngleichheitsdialog ist im Vergleich zur bürokratischen, zeitaufwendigen, kostenintensiven und systematischen staatlichen Kontrolle der wohl attraktivere Ansatz. Zumindest ist der auf Freiwilligkeit beruhende Dialog den allfällig drohenden staatlichen Zwangsmassnahmen und gerichtlichen Klagen vor Gericht vorzuziehen.
Für Betriebe mit weniger als 50 Arbeitnehmenden kann die Analyse aus statistischen Gründen nicht durchgeführt werden. Anhand von 10 Fragen können auch die KMU mögliche Diskriminierungsquellen im eigenen Betrieb erkennen, dies anschliessend untersuchen und beheben.
| Lohngleichheitsdialog - Merkblatt für kleine und mittlere Unternehmen |
Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) begrüsst die Lohngleichheit, wehrt sich aber entschieden gegen eine Gleichmacherei, welche Birnen mit Äpfeln vergleicht.
Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe wissen, dass faire Arbeitsbedingungen Mitarbeitende motivieren und auch die Attraktivität eines Unternehmens steigern. Eine Sensibilisierung auf das Thema Lohngleichheit ist darum wichtig - die Tauglichkeit der Software Logib bei der Herstellung der Lohngleichheit zwischen Mann und Frau ist jedoch äusserst fragwürdig.
Ja zur Lohngleichheit - Nein zur Gleichmacherei |

Romina Harast, service juridique
tél. 044 258 82 00
Alfonso Tedeschi, économiste
tél. 044 258 82 62