2009 hat der SBV bei seinen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt, wie es um den Ingenieur- Nachwuchs in der Schweiz bestellt ist.
Die Ergebnisse liefern erstmals Grundlagen, um die Zahl von Ingenieuren, ihre Herkunft bzw. Ausbildung sowie ihren Einsatz im Bauhauptgewerbe zu beurteilen. Die Broschüre mit den Umfrageergebnissen ist im Juni 2010 erschienen.
Steigende Anforderungen
In seinem Geleitwort zur Broschüre hat SBV-Zentralpräsident Werner Messmer die Grundlagen der Umfrage eingeordnet: Bauprojekte werden immer anspruchsvoller und müssen häufig unter wachsendem Zeitdruck abgewickelt werden. Mitarbeitende aller Stufen sind gefordert, insbesondere diejenigen, welche mit der Projektdefinition und -ausarbeitung und der Kontrolle der Abwicklung befasst sind. Angesprochen sind damit sowohl die Fachleute in den Ingenieur- und Architekturbüros als auch die Kaderleute in den Baufirmen. Zu den wichtigen Leistungsträgern gehören u.a. Ingenieure aus verschiedenen Disziplinen, welche wichtige Funktionen im technischen und betriebswirtschaftlichen Bereich oder als Baustellenkader übernehmen. Die Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten der letzten Jahre und die Zahlen der Studienabgänger von Schweizer Hochschulen zeigen einen wachsenden Mangel an einheimischen Ingenieuren, die sich für anspruchsvolle Arbeiten in Baufirmen interessieren und entsprechende Stellen annehmen. Der ungedeckte Bedarf konnte in den letzten Jahren zumindest teilweise über die Rekrutierung von Hochschulabsolventen aus dem Ausland gedeckt werden.
Um die hochschulpolitischen Forderungen des SBV in Bezug auf Lehrstühle, Forschungsplätze und -kredite sowie Lehrveranstaltungen mit Erkenntnissen der Basis zu untermauern, wurde diese Umfrage durchgeführt. Über 620 Firmen mit einem geschätzten Marktanteil von fast einem Drittel nahmen teil.
Jeder 50. Mitarbeiter im Bauhauptgewerbe verfügt somit über einen Ingenieurtitel. Es lässt sich feststellen, dass bei der Häufigkeit von Ingenieuren nicht die Firmengrösse ausschlaggebend ist, sondern die Geschäftstätigkeit eine fundamentale Rolle spielt. Firmen mit einer hohen Spezialisierung (z. B. im Spezialtiefbau) verfügen über einen verhältnismässig hohen Bestand an Ingenieuren. Weiter fällt auf, dass auch viele Inhaber kleinerer Firmen ein Ingenieurstudium absolviert haben.
Ingenieure - wichtige Leistungsträger im Bauhauptgewerbe
Auswertung der Umfrage 2009 unter SBV-Mitgliedern
Die Publikation der Auswertung ist kostenlos und im Format A5 erhältlich.
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