02.11.11 | Medienmitteilung
Der SBV dementiert mit aller Entschiedenheit die Falschinformation der Gewerkschaft Unia, er wolle Chauffeure in Baufirmen nicht mehr dem Landesmantelvertrag (LMV) unterstellen. Diese in einem Unia-Flugblatt verbreitete Darstellung ist lügnerisch. Der SBV hat nie in Frage gestellt, dass Chauffeure, die in LMV-Firmen angestellt sind, zwingend auch dem LMV zu unterstellen sind.
Mit einer krassen Fehlinformation versucht die Gewerkschaft Unia derzeit bei den Chauffeuren in Baufirmen Stimmung gegen den Schweizerischen Baumeisterverband zu machen. Der SBV wolle diese Chauffeure "aus dem LMV werfen", behauptet die Gewerkschaft in einem Flugblatt und fordert die Chauffeure auf, sich "aktiv gegen die Absichten des SBV einzusetzen". Das Flugblatt enthält einen Anmeldetalon, auf dem man sich für entsprechende Aktionen anmelden kann.
Die Darstellung ist nachweislich falsch. Der SBV hat stets unmissverständlich daran festgehalten, dass Bau-Chauffeure zwingend dem LMV zu unterstellen sind, wenn sie in Baufirmen angestellt sind, die dem LMV unterstehen. In dieser Hinsicht gibt es zwischen dem SBV und den Gewerkschaften keine Differenz. Auch das von Unia ins Feld geführte Bundesgerichtsurteil ist in dieser Beziehung absolut unmissverständlich.
Der Baumeisterverband bittet seine Mitgliederfirmen, ihre Bau-Chauffeure über die gewerkschaftliche Desinformationskampagne ins Bild zu setzen. Weder der SBV noch sonst jemand will sie aus dem LMV werfen. Sie werden weiterhin von den arbeitnehmerfreundlichen Regelungen, welche die Baumeister ihren Mitarbeitenden im LMV garantieren, profitieren.
Der LMV Bau ist der arbeitnehmerfreundlichste handwerkliche Gesamtarbeitsvertrag der Schweiz. Er garantiert den Bau-Chauffeuren (mit abgeschlossener Ausbildung als Lastwagenfahrer EFZ) einen Mindestlohn von Fr. 5375.-, den 13. Monatslohn, 5 Wochen Ferien, (ab 50 sogar 6 Wochen), 8 bezahlte Feiertage, 24 Monate Lohnfortzahlung und Kündigungsschutz bei Krankheit und Unfall, sowie den Anspruch auf Frühpensionierung mit 60 Jahren.
Der LMV läuft Ende dieses Jahres aus. Um die Errungenschaften des bestehenden Vertrags nicht zu gefährden hat der SBV den Gewerkschaften eine Verlängerung um ein halbes Jahr angeboten. Damit soll zusätzliche Zeit für die laufenden Verhandlungen gewonnen werden. Die Gewerkschaften haben dieses Angebot bisher stets abgelehnt. Sie riskieren damit einen vertragslosen Zustand. Vor allem aber pokern sie auf dem Buckel ihrer Mitglieder mit den sozialen Errungenschaften des bestehenden LMV.