31.10.07 | Medienmitteilung, LMV
Der Schweizerische Baumeisterverband SBV und der Fachverband Infra, die Organisation der Schweizer Infrastrukturbauer, verurteilen die haltlosen Attacken der Gewerkschaften Unia und Syna gegen die Baufirmen in Sedrun. Die Vorwürfe sind völlig unbegründet und die Forderungen an den falschen Adressaten gerichtet. SBV und Infra halten den gewerkschaftlichen Stil mit ultimativem Termin für die Erfüllung der Forderungen und gleichzeitiger Androhung von Kampfmassnahmen für inakzeptabel. Die Gewerkschaften disqualifizieren sich mit derartigen Erpressungen selbst als ernst zu nehmende Verhandlungspartner.
Streitpunkt bilden die Verpflegungsspesen. Art. 60 Abs. 2 des Landesmantelvertrags (LMV 06) legt fest: «Der Betrieb sorgt nach Möglichkeit für ausreichende Verpflegung anstelle einer Barentschädigung.» Genau dies tut die ARGE TRANSCO-Sedrun: Sie betreibt eine Kantine. Deshalb besteht kein Anrecht auf Auszahlung von Verpflegungsspesen. Die Gewerkschaften stellen eine völlig unbegründete Forderung. Zudem beweisen sie, dass ihnen die gesunde Ernährung weniger wichtig ist als eine zusätzliche Entschädigung. Dabei behaupten sie im neusten Mediencommuniqué: «Gesundheit ist nicht verhandelbar». Die Gewerkschaften entlarven sich damit einmal mehr mit ihrem widersprüchlichen Verhalten.
Im Übrigen sind die Gewerkschaften Meister im Verquicken von Themen, die nichts miteinander zu tun haben. Ihre Forderungen gehen weit über den LMV 06 und den Anhang für Untertagbauten hinaus und haben mit dem vertragslosen Zustand nichts zu tun.
Die Gewerkschaften fordern z.B. einen besseren Gesundheitsschutz. Dem ist entgegen zu halten, dass die Suva die Arbeitbedingungen regelmässig ohne Voranmeldung vor Ort überprüft. Tatsache ist, dass die Anforderungen von der ARGE TRANSCO-Sedrun erfüllt werden. Wer hier Ultimaten stellt und mit Kampfmassnahmen droht, missachtet auf grobe Art und Weise die Spielregeln der Sozialpartnerschaft. Zudem ist der SBV Ansprechpartner zur Aushandlung von gesamtarbeitsvertraglichen Regelungen und nicht die einzelne Baufirma. Der SBV steht aktuell in Verhandlungen, Gelegenheit genug für gutwillige Gewerkschaften, ihre Postulate einzubringen.