15.10.07 | Medienmitteilung, LMV

Fehlende Legitimation zum Streik

Der Schweizerische Baumeisterverband SBV verurteilt die Störaktionen und Manifestationen der Gewerkschaften. Diese verursachen massive Kosten und vergiften das Klima für die vereinbarten Verhandlungen. Zudem stellt der SBV fest, dass sich die Bauarbeiter kaum zu Protesten hinreissen lassen und die Gewerkschaftsführung nur bescheidene Unterstützung erhält. Der SBV lässt sich jedenfalls nicht provozieren und strebt weiterhin einen neuen LMV an.

Nach Auffassung des SBV ist die breit angekündigte Protestaktion der Gewerkschaften mit Ausnahme von Genf auf geringe Resonanz gestossen.

Desinformation der Gewerkschaften

In Bern hatten die Bauunternehmer entschieden, heute Montagmorgen nicht zu arbeiten, was dazu führte, dass zu Beginn der Aktion auf dem Bahnhofplatz kein einziger Bauarbeiter anzutreffen war. Auf dem «Höhepunkt» der Aktion haben sich maximal 10–15% der in Bern und Umgebung aktiven Bauarbeiter eingefunden. Offensichtlich haben diese grossmehrheitlich kein Interesse an Streiks. Vielmehr desavouierten sie durch ihr Fernbleiben die Gewerkschaftsführung.

Gewerkschaften belasten Verhandlungsklima

Der SBV hält an den Verhandlungen fest, deren nächste Runde auf den 5. November festgelegt wurde. Der SBV will einen neuen LMV und ist bereit, neue, auch unkonventionelle Lösungen zu diskutieren. Die Gewerkschaften sind aufgefordert, konkrete Vorschläge zu unterbreiten und mit dem Verzicht auf provokative Aktionen und Verleumdungen zu einem besseren Verhandlungsklima beizutragen. Jede weitere Aktion der Gewerkschaften lässt die Zweifel daran wachsen, dass die Gewerkschaften an einem raschen Verhandlungsabschluss überhaupt interessiert sind.