20.05.10

Bauindex Schweiz für das 2. Quartal 2010: Umsatzsprünge im Tiefbau sorgen für Volatilität auf hohem Niveau

Der Bauindex schlägt im 2. Quartal 2010 deutlich nach unten aus. Damit setzt sich das Muster einer Baukonjunktur fort, die seit gut zwei Jahren eine volatile Entwicklung erlebt. Auf sprunghafte Umsatzzuwächse folgen Korrekturen, wofür die überharten Winter der letzten zwei Jahre nur am Rande verantwortlich sind. Diese turbulenten Umsatzschwankungen schütteln die Baubranche kräftig durch. Im 4. Quartal 2008 setzte die von öffentlichen Ausgaben geprägte Tiefbautätigkeit zu jenem unsteten Höhenflug an, der die Baukonjunktur bis heute prägt und der den im Bauhauptgewerbe historisch dominanten Umsatzanteil des Hochbaus damals zum ersten Mal seit 2000 unter die 50%-Marke drückte. Am aktuellen Rand korrigiert das Tiefbauwachstum des 1. Quartals wieder. Trotz stabilem Wohnungsbau führt der Wirtschaftsbau, der den Aufschwung des letzten Quartals nicht fortsetzen konnte, zu saisonbereinigten Umsatzrückgängen im Hochbau von 4.5% gegenüber dem 1. Quartal 2010. Die rückläufige Entwicklung beider Sparten reduziert das Niveau des Bauindex um 8.5% im Vergleich zum Vorquartal. Mit der erwarteten Abschwächung im Wohnungsbau dürfte sich die Scherenbewegung zwischen Hoch- und Tiefbau im Jahresverlauf fortsetzen.

 Detaillierter Bauindex, 2. Quartal 2010

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