05.11.07 | Medienmitteilung, LMV
Die heutigen Verhandlungen über einen neuen Landesmantelvertrag mit den Gewerkschaften Unia und Syna sind ergebnislos verlaufen. Der Schweizerische Baumeisterverband SBV ist masslos enttäuscht, weil die vorangehenden vier Spitzengespräche Anlass zu berechtigten Hoffnungen gaben und eine ausgezeichnete Ausgangslage darstellten. Der SBV knüpfte heute an diesen konkreten Ergebnissen der Spitzengespräche an. Die Gewerkschaften zeigten allerdings gleich zu Beginn auf, dass für sie die Spitzengespräche nicht massgebend seien, obwohl die anwesenden Verhandlungsführer selbst dabei gewesen sind. Statt auf die Verhandlungspunkte einzutreten, beschränkten sich die Gewerkschaften auf eine mehrstündige Polemik und stellten neue Vorbedingungen.
Die SBV-Verhandlungsdelegation kam deshalb zum Schluss, dass weitere Verhandlungen unter diesen Umständen und in dieser personellen Zusammensetzung keinen Sinn mehr machen. Um trotzdem rasch zum Ziel eines neuen LMV zu kommen, will der SBV den Weg einer Vermittlung beschreiten. Die Gewerkschaften haben eine Bedenkzeit von drei Tagen, um der Vermittlung zuzustimmen. Andernfalls wird der SBV die eidgenössische Einigungsstelle allein anrufen.