05.10.09 | Medienmitteilung
Der SBV sah sich am Montag, 5. Oktober 2009 gezwungen, die laufenden Lohnverhandlungen abzubrechen. Die Unia hat mit ihrem Aufruf zu "Protestpausen" auf Grossbaustellen und der angekündigten verspäteten Arbeitsaufnahme am Nachmittag diesen Verhandlungsabbruch provoziert. Der SBV wird die Wiederaufnahme der Lohnverhandlungen von klaren Bedingungen abhängig machen.
Seit einer Woche verhandelt der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mit den Gewerkschaften Unia und Syna über die Lohnanpassungen 2010. Die Baumeister geben damit ein deutliches Signal, dass sie trotz negativer Teuerung bereit sind, die Löhne im nächsten Jahr in einem gewissen Umfang zu erhöhen.
Mitten in diese Verhandlungen platzte nun die Unia mit ihrer Ankündigung, dass heute Mittag auf verschiedenen Baustellen im Grossraum Zürich Protestpausen eingelegt und die Arbeit erst verspätet wieder aufgenommen werde. Der SBV verurteilt diese Provokation und Verletzung der vertraglichen Verpflichtungen (absolute Friedenspflicht). Die Unia gibt damit jenen SBV-Mitgliedern Auftrieb, die auf eine Nullrunde zielen, und gefährdet mit ihrer unüberlegten Aktion die Lohnerhöhung 2010 ernsthaft.
Bei dieser Sachlage blieb der SBV-Verhandlungsdelegation nichts Anderes übrig, als heute Nachmittag die Verhandlungen abzubrechen. Der SBV-Zentralvorstand wird im Laufe dieser Woche die Lage beurteilen und die Bedingungen formulieren, unter welchen der SBV bereit ist, die Lohnverhandlungen wieder aufzunehmen.