28.02.11 | Medienmitteilung
Der neue Schweizer Meister der Maurer heisst Morgan Conus. Der 20-Jährige aus dem freiburgischen Vuarmarens entschied das Finale an der Baumag in Luzern knapp für sich und wird die Schweiz an der Berufsweltmeisterschaft (worldskills) in London vertreten.

Der neue Schweizer Meister der Maurer, Morgan Conus, vor "seiner" Tower Bridge. Im Oktober wird er an der worldskills in London das Original sehen. Foto: SBV
"Das ist fantastisch", freute sich Morgan Conus über seinen Erfolg, auf den er so lange hingearbeitet hatte. Conus war schon bei den Meisterschaften 2008/09 dabei gewesen, damals verpasste er das Finale knapp. Diesmal hatte er alle regionalen und nationalen Vorausscheidungen souverän überstanden und galt, zusammen mit Christian Brühwiler aus Oberbüren SG, als Top-Favorit für den Titel. Als Chefexperte Ruedi Signer das Resultat bekanntgab, war die Freude bei Conus sicht- und hörbar ausgelassen. Es erfülle ihn mit grossem Stolz, diesen Titel gewonnen zu haben, sagte er kurz nach der Siegerehrung und bedankte sich bei seinem Umfeld für die grosse Unterstützung während der vergangenen zwei Jahre.
Knapp geschlagen blieb Christian Brühwiler, der mit 373,2 Punkten nur etwas mehr als zwei Zähler hinter Conus (375,5) zurückblieb. Mit 347,6 Punkten holte sich Thomas Wegmüller aus Rüegsbach BE die Bronzemedaille. Keine Medaillen, aber die Anerkennung und den Applaus des grossen Publikums verdienten sich auch Adrian Tiefenauer (TG), Niklaus Heinimann (BL) und Valentino Piepoli auf den Rängen 4 bis 6. Im Finale hatte die sechs Finalisten die Aufgabe erhalten, innerhalb von 20 Stunden Arbeitszeit mit 480 Steinen zwei mannshohe Mauerwerke zu gestalten, eines mit dem Bild der Luzerner Kapellbrücke und eines mit der Tower Bridge in London.
Der Maurerberuf stehe stellvertretend für das ganze Handwerk, sagte Nationalrat Werner Messmer, Zentralpräsident des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV), in seiner Ansprache im Rahmen der feierlichen Siegerehrung. Handwerker seien durch Technologie und Computer nicht zu ersetzen. Weil die Wirtschaft ohne die handwerklichen Berufe nicht funktioniere, habe das Handwerk viel mehr Beachtung verdient. "Ein ausgebildeter Handwerker ist auch ein Künstler", sagte Messmer. Die Objekte der Finalisten seien hierfür der beste Beweis.