18.08.10
Tiefbau und positive Wohnungsbausignale beleben die Baukonjunktur
Die Schweizer Bauwirtschaft läuft wie geschmiert. Der Bauindex Schweiz zeigt nur wenige Anzeichen der Schwäche und liegt im 3. Quartal 2010 mit einem Indexstand von 129 Punkten um 9 Punkte über dem Wert des Vorquartals. Im Vergleich zum Vorjahresquartal notiert der Bauindex um 4 Punkte höher. Der volatile Tiefbauindex beeinflusst auch diesmal massgeblich den Bauindex und setzt seine Berg- und Talfahrt fort. Dank nicht nachlassender Aufträge aus dem öffentlichen Sektor ist er insgesamt ausgesprochen konjunkturresistent und hat die Baukonjunktur in den letzten Quartalen trotz Schwächezeichen im Hochbau in Gang halten können. Mit einem geschätzten Umsatzzuwachs von 6.2% gegenüber dem Vorjahresquartal erreicht der Tiefbauindex im laufenden Quartal aber wieder eine beträchtliche „Fallhöhe“. So kommen Zeichen einer erneuten Belebung im Hochbausegment wie gerufen. Der Wirtschaftsbau spürt zwar noch immer die Folgen der Krise und gewisse Überkapazitäten, die weitere Rückschlagsgefahr dürfte jedoch begrenzt sein. Dem stehen positive Signale im Wohnungsbau gegenüber, wo sich dank anhaltender Zuwanderung, tiefer Hypothekarzinsen und guter Konsumentenstimmung Optimismus breitmacht.