Teuerung

Bedeutung von Preisänderungen in der schweizerischen Bauwirtschaft

Das jährliche Bauvolumen in der Schweiz umfasst rund 50 Milliarden Franken. Dabei beträgt die Summe der jährlichen Bauaufträge, bei denen Teuerungsregelungen im Werkvertrag vereinbart werden, 25 Milliarden Franken. Daraus resultiert eine jährlich verrechenbare Teuerungssumme von 400 bis 500 Millionen Franken.

Berechnung von Preisänderungen

Für die Berechnung von Preisänderungen im Baubereich werden verschiedene Verfahren angewendet. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen der sogenannten Vorvertrags- und der Vertragsteuerung.

Verfahren der Vorvertragsteuerung
(Zeitraum von der Budgetierung, Planung bis zur Ausschreibung)

  • Beispiele Zürcher Index der Wohnbaupreise
  • Schweizerischer Baupreisindex

Verfahren der Vertragsteuerung
(Zeitraum von der Eingabe der Unternehmer-Offerte bis zum Ende der Bauausführung)

  • Produktionskostenindex (PKI)
  • Objektindexverfahren (OIV)
  • Gleitpreisformel (GPF)
  • Mengennachweisverfahren (MNV)

Wahl des Preisänderungsverfahren

Die Wahl des Preisänderungsverfahren für die Vertragsteuerung richtet sich nach den Eignungskriterien. Einen einfachen Überblick zeigt dieses Flussdiagramm. Wie die Verfahren anzuwenden sind, beschreibt der Leitfaden des KBOB.

Normierung der Preisänderungsverfahren im 2011

Um künftig eine einheitliche Lösung für alle Preisänderungsverfahren im Bereich Vertragsteuerung zu haben, werden die Verfahren im Jahre 2011 normiert.

Produktionskostenindex

Der Produktionskostenindex PKI wird vom SBV quartalsweise publiziert und ist im SBV-Shop als Heft erhältlich. Um die Anwendung des PKI noch effizienter zu gestalten, wird den Abonnenten ein kostenloses Excel-Tool angeboten, das ein bis zwei Wochen vor der Heftform via Mail zugestellt wird.

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